- 50 literarische Glanzlichter von Kafka bis Loriot (Festeinband)
„Klare Gedanken, klare Sätze. Ob einer schreiben kann, zeigt sich vor allem dann, wenn es um komplexe, abstrakte Dinge geht; ein Erdbeben oder einen Schiffsuntergang schildern kann schließlich jeder. „
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„Ein Text ist ja immer beides, Form und Inhalt, Satzfolge und Satzmelodie - das, was er beschreibt und zugleich das, was er auslöst beim Leser.“
Sprache war und bleibt immer auch meine Lieblingsmusik. Wieder hinhören, sie anklingen und nachschwingen zu lassen, das Verweben von Lauten und Inhalten. Harmonie und Gleichklang, Dissonanz und Missklang erleben, genießen, sich daran reiben.
Hauke Goos mit seinem Buch hat die Lust darauf neu entfacht. Mich vom schnelllesigen Digital-Drübergehuschel zurückgebremst, Gehörgänge samt Hirnwindungen geputzt. So eine Art Hörgerät für abgestumpfte Lesenerven installiert. Seitdem tönen alte und neue Texte wieder viel deutlicher. Für‘s Lesen habe ich mir Zeit genommen, die Stellen aufgeteilt. Wenn viel um mich herum los war, damit pausiert und anderes eingeschoben.
Bei mir konkret haben gar nicht mal in erster Linie die im Buch vorgestellten Textausschnitte die Wirkung bestimmt. Manche davon fand ich super ausgesucht, mit anderen habe ich genauso gefremdelt wie mit der Deutung des Autoren. Mich hat es vielmehr bei manch anderen Texten animiert, genauer reinzuspüren, teilweise Altbeständen rauszukramen, dort alte und neue Perlen wahrzunehmen. Was für eine Bereicherung!



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