Carl Hanser Verlag, München 2022
ISBN 9783446273962
Gebunden, 288 Seiten
Ungewöhnliche Methoden der Lesestoffauswahl sollte ich unbedingt beibehalten (in diesem Fall wurde die C-Lücke in der Autorenliste gefüllt)!
Sonst hätte ich mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit niemals diesen auf der Biographie der Malerin und Bürgerrechtlerin Caroline Weldon (bürgerlicher Name: Susanna Caroline Faesch, geb. 1844 in Basel) basierenden Roman ausgewählt und gelesen.
Er ist historisch akribisch recherchiert und lässt dabei Figuren auf sehr feinfühlig-individuelle Art und in schöner Sprache zu einem auch unterhaltsamen Roman auferstehen, der wie ein Film in vorfilmischen Zeiten bilder- und emotionsgeladen beim Lesen im Kopf entsteht und uneingeschränkt mitnimmt. Perspektiven wechseln und sind auch oft überraschend. Genau wie die Schwerpunktsetzungen zu unterschiedlichen Zeiten und in teils sehr voneinander abweichenden Situationen, so dass eine Person und ein Leben gelegentlich aussieht und sich anfühlt wie mehrere unterschiedliche. Auch die „Nebenfiguren“ bilden eigene diverse Persönlichkeiten und vielschichtige Figuren aus. Ganz aus dem Leben gegriffen eben ;)
Dass auch hier und da historisches Wissen vermittelt wird, passiert so nebenbei … wobei bei mir ein alter Gedanke neu aufflackerte: „Vielleicht doch mal New York durchstreifen …?“
🇨🇭 🪶 🗽



















