Dienstag, 20. Januar 2026

Kerri Andrews, Frauen, die wandern, sind nie allein

Auf dem Cover wird für ein „mitreißendes Portrait …“ geworben, wohingegen es mich persönlich eher weniger gerissen hat und ich das Tempo doch eher gemächlich bis sogar zäh fand. Jedenfalls, was das Lesen der meisten Wanderinnenportraits angeht.

Wird anfangs noch über den persönlichen Wanderlust-Aufhänger zu den wandernden portraitierten Frauen aufgebaut und auch der Reiz der durchwanderten Landschaften einerseits, die beachtlichen Leistungen andererseits in den Vordergrund gestellt, geht nach und nach immer stärker die Literaturwissenschaftlerin mit Kerri Andrews durch. Eine solche ist sie und somit mag es verständlich sein.

Erfüllt aber häufig in keiner Weise meine Erwartungshaltung wenn über längere Strecken statt das Wandern, die Text- und Stilmittelanalyse in den Vordergrund gestellt wird:

Da wir beim Lesen viel über Martineaus Alltag als wandernde und intellektuelle Frau erfahren, entsteht eine große Nähe zur Autorin. Diese Nähe fördert sie, indem sie mit den Pronomen »wir«, »unser« und »uns« die Leserschaft in ihre Touren einbezieht. Wir lesen nicht nur einfach etwas über die Wanderungen dieser berühmten Schriftstellerin, sondern wir werden von ihr mitgenommen…: — Andrews, Kerri. „Frauen, die wandern, sind nie allein.“ Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, 2022, p. 122


Es werden Tagebücher und Passagen aus den literarischen Veröffentlichungen der zehn portraitierten Frauen durchgegangen - oft in für mich recht zähem Tempo. Praktische Aspekte des Wanderns und der Landschaft treten immer stärker in den Hintergrund. Man erfährt einiges über die Frauen - manches davon interessant - zu wenig für meinen Geschmack über die Wanderungen als solche. Wobei einige wirklich beeindruckende Beispiele vorhanden sind mit Distanzen, bei denen auch heutige Ultraläuferinnen noch staunen könnten.  


Das „… sind nie allein“ im Titel ist nicht wörtlich sondern mehr im übertragenen Sinn zu verstehen, denn es wird gerade und besonders auf diejenigen Frauen fokussiert, die ohne Begleitung unterwegs sind. Wenn auch oft nicht ausschließlich.


Die auch plastischen Darstellungen der zeittypischen Vorurteile, Befürchtungen und Schwierigkeiten, denen insbesondere Frauen aufgrund ihrer Wanderlust unterworfen sind bzw damals noch stärker waren, werden klar und durchaus auch spannend herausgearbeitet.  


Gewandert wird nicht nur in der Natur; auch dem Flanieren und Durchstreifen von Städten ist einiges an Analyse und Vorstellung gewidmet.

Auch anderen Rezensenten erging es ähnlich wie mir: das tolle Cover samt interessantem Thema mit vielversprechenden Klappentexten und Rezensionsausschnitten ließen Erwartungen aufkommen, die nicht vollständig erfüllt wurden.

Viele als „typisch weiblich“ verortete  „Selbstbetrachtungen“ und auch Besonderheiten in Wahrnehmung und Herangehensweise an Wanderungen werden herausgegriffen.

Es gab Stellen darin, die ich spannend fand und beeindruckend - insbesondere in den Zitaten. Außerdem hat mich das Buch neugierig werden lassen auf die schottischen Highlands und den WestCoastPath.


🥾

Donnerstag, 15. Januar 2026

D.H. Lawrence, Söhne und Liebhaber

Ein altes und immer auch aktuell bleibendes Thema: die Leid erzeugende weil zu starke und damit lebenserschwerende Mutterprägung oder kurz: die nur gerngfügig fiktionale Autobiographie eines „Muttersöhnchens“.  Die häufig zur Fehlprägung der Söhne führenden elterlichen Ehe- und Familiendynamiken werden behandelt aber auch die daraus resultierenden Schwierigkeiten der Beziehungsversuche als Erwachsener durch zunächst Abspaltung und dann Auslagerung der Sexualität.

Besonders daran: es ist ein aus der Sicht eines betroffenen Sohns geschilderter Entwicklungs- und Familienroman, der zu seiner Zeit nur stark zensiert veröffentlicht wurde. Die von mir gelesene Ausgabe ist eine erstmals komplett unzensierte Übersetzung aus 2011.

Nebenaspekte: (Un)Gleichheit von Mann und Frau, feministische Bestrebungen im frühen 20Jh, Schichtenzugehörigkeiten und gesellschaftliche Ab- und Aufstiege, schichtenübergreifende Ehen.

Offen gesagt habe ich mich mehrere hundert Seiten lang gefragt, was konkret in diesem doch sehr langen Roman damals zensiert wurde. Für heute-Verhältnisse ist er eher zahm. Danach geforscht, erhielt ich die Auskunft, dass es nicht allein die streckenweise doch recht offen geschilderten Liebesszenen waren, die der Zensur anheimfielen sondern neben Ehebruchsthemen auch eben dieser unverhohlen erotische Unterton in der Mutter-Sohn-Beziehung.   Der - fand ich - besonders deutlich wurde als die Mutter nach ihrem Tod aufgebahrt im Zimmer lag und die gebannte Leserin im Ich-Erzähler quasi einen frühen wenn auch abgeschwächten „Norman Bates“ (Film: Psycho) zu beobachten meinte in seiner inneren Spaltung zwischen Sexualtrieb und Mutterliebe.

Wobei der Autor in seinen späteren Liebesbeziehungen mit den gewählten Partnerinnen zu einem pragmatischeren Umgang mit der Problematik findet:

 „Es war ein Knoten, den sie nicht lösen konnten. Deshalb ließen  sie ihn liegen und nahmen sich, was sie konnten. Was sie nicht erlangen konnten, ließen sie außer Acht.“ (S. 643)“

Der nicht nur lange (incl. dem sehr interessanten Nachwort 761 Seiten) sondern streckenweise für heutige Leser langatmige Roman mit vielen auch anstrengenden Dialogen hat ordentlich  Entschleunigungspotenzial 😎 Eine entsprechende Handlung und Thematik würde in aktuellen Büchern vermutlich auf max. einem Drittel der Seiten abgehandelt und naturbetrachtende Längen, seitenlange Dialoge und Beschreibungen von winzigen Nebenaspekten auf digital geprägte Aufmerksamkeitsspannen zurechtgekürzt. 

Aber auch das hat mich gereizt: mich einzulassen. Die Ermüdungsphasen nicht durch Hoppen zu anderen Texten zu nutzen sondern für Denk- und Hintergründe-Leseeinheiten. Dazu, den Inhalten nachzurecherchieren. Mit vielen interessanten Erkenntnissen und Dazugewinnen über Leben und Hintergründe des auch lange im Münchner Raum  gelebt habenden David Herbert Lawrence (nach dem Tod seiner Mutter ;). 

Seinen nicht romangebundenen sondern anderweitig schriftlich verbürgten Einlassungen zum Roman „Sons and Lovers“ - der übrigens häufig zu den zehn bedeutendsten englischsprachigen Romanen des 20 Jahrhunderts gezählt wird.

Aus einer Notiz von D. H. Lawrence: 

„Zwischen mir und meiner Mutter hat es eine Art Bindung gegeben. Wir haben einander geliebt, fast mit der Liebe von Mann und Frau, aber auch mit Sohnes- und Mutterliebe …. Es ist ziemlich schrecklich gewesen und hat mich in mancherlei Hinsicht abnormal gemacht.“


Wie kommt frau noch heute auf diesen Roman? Durch seine Erwähnung in einem Wissenschaftsmagazin, das sich dieser nahezu zeitlosen Thematik in einem Beitrag widmete. Leider weiß ich nicht mehr, ob es „Gehirn und Geist“, „Spektrum Psychologie“ oder „Psychologie heute“ war (in allen dreien stöbere ich gerne per digitaler Ausleihe gelegentlich etwas herum).
🤰

Sonntag, 28. Dezember 2025

Joachim Meyerhoff, „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“

Äußerst unterhaltsam schreibt Joachim Meyerhoff, gar keine Frage! 

Und das auch über für mich persönlich eher als uninteressant abgespeicherte Lebenswelten und Themenbereiche  mit gespreizt sprechenden Familienangehörigen aus großbürgerlichem Milieu, exaltierten Schauspiellehrern und einer alles andere als alltagsnahen Theater- und Filmwelt.

Diese in vielen Bereichen selbstironisch-autofiktionalen Erzählungen standen - was ich zu der Zeit gar nicht mitbekommen hatte - lange auf Bestsellerlisten und wurden entsprechend häufig rezensiert

Daher beschränke ich mich auf die Feststellung: ich habe viel gelacht und werde irgendwann - mit Pause dazwischen - vermutlich nochmals bei der sechsbändigen Buchreihe zugreifen.

Dass der Titel ein Zitat aus Goethes „Werther“ ist, hatte ich nicht auf dem Schirm. Aber gefällt mir. 


🥃


Mittwoch, 24. Dezember 2025

Stefan Zweig, In der Mondscheingasse


Das Hörbuch nur eine knappe Vorlesestunde kurz eignete sich perfekt für eine längere Fahrt mit dem Bus.

Außerdem lässt sich auf diesem Weg ein bisschen was für das literarische Hintergrundwissen tun denn von Stefan Zweig hatte ich zwar gehört aber noch nie etwas gelesen oder mir vorlesen lassen.

Was kam bei mir neben der Atmosphären- und Charakterschilderung zweier entzweiter Menschen - einem ehemaligen Ehepaar - rüber? 
-> 
Dass Geiz zu Recht eine „Todsünde“ ist und sehr stark auseinanderklaffende Einstellungen zum Thema „Geld“ in Ehen bei aller Liebe und Leidenschaft zerstörerisch wirken. Um‘s mal auf‘s profane runterzubrechen ;-)

»Er war in seiner Zeit weltweit einer der berühmtesten und populärsten deutschsprachigen Schriftsteller. Seine unter dem Einfluß Sigmund Freuds entstandenen Novellen zeichnen sich durch geschickte Milieuschilderungen und einfühlsame psychologische Porträts aus, in denen die dezente, doch unmißverständliche Darstellung sexueller Motive auffällt. Seine romanhaften Biographien akzentuieren die menschlichen Schwächen der großen historischen Persönlichkeiten.«
Marcel Reich-Ranicki

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Montag, 22. Dezember 2025

Jaroslav Rudis, Weihnachten in Prag


Eine sehr kurze illustrierte, ziemlich skurrile Weihnachts- oder auch Bierkneipenspaziergang-am-Heiligabend-Geschichte.

Erstaunlich, dass sie so viele Rezensionen bekommen hat. Vermutlich ist Weihnachten schlicht ein dankbares Kurzgeschichtenthema und Rezensenten froh, wenn es auch mal etwas weniger verstaubt erzählt wird.

Auch als nicht-Biertrinkerin habe ich beim Lesen Lust bekommen, nach einigen Jahrzehnten ein zweites Mal nach Prag zu fahren. Am besten, wenn Schnee liegt. Dort die Kirche Maria Schnee zu besuchen und natürlich die Gaststätte „zum ausgeschossenen Auge“.

„Doch, in Prag passieren solche Dinge, hat schon meine Oma gesagt. Und heute ist auch noch Weihnachten.« Und dann wird auf Weihnachten angestoßen und auf den Karpfen in der Badewanne und auf die Kinder und auf die Enkelkinder und auf das Wohl und auf Sparta Prag und auf Slavia Prag und auf Bohemians Prag und auf die Liebe und auf das Glück und darauf, dass man sich in einem Jahr wieder an diesem Tisch in diesem Lokal trifft und nicht auf einem Friedhof, und wenn doch auf einem Friedhof, dann zumindest auf einem, wo es gut gezapftes Bier gibt, so wie hier.“ — Rudiš, Jaroslav. „Weihnachten in Prag.“ Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, 2023-08-16T08:04:30Z, p. 10



🍻


Sonntag, 21. Dezember 2025

Stefan Slupetzky, Nichts wie weg


Stefan Slupetzky, vielseitiger österreichischer Künstler (Autor, Musiker, Illustrator) war mir vor diesem Buch gänzlich unbekannt. 
Gut, dass sich das nun geändert hat denn dieses poetische moderne Liebesgeschichten-Märchen - geschrieben in spielerisch leichter aber emotional tiefgängiger herzerwärmender Sprache - macht bei aller Melancholie viel Spaß und unterhält wunderbar.

Irgendwo war es mir als „Lesetipp“ über den Weg geflimmert und weil in keiner von mir frequentierten Leihe vorrätig, habe ich mir diese dazu passende Lektüre für‘s Wohnmobil und damit für unterwegs als Festeinband gekauft. 

Es hat sich gelohnt! Wäre auch ein hübsches Geschenk. 🎁 





🏝️


Mittwoch, 17. Dezember 2025

Eva Baltasar, Mammut

Ein seltsames Büchlein: sehr kurz, bizarr, wechselhaft. Sprachlich eine Wucht. Inhaltlich eher ein wenig verstörend. Stand auf der Shortlist  des internationalen Buchpreises 2022.

Wobei es bei mir wechselte: inhaltlich am Anfang abstoßend aber gleichzeitig in den Lesesog saugend. Zwischenzeitlich auch inhaltlich regelrecht mitreißend, Sehnsüchte triggernd. Wieder abstoßend.  Beklemmend. Poetisch, pendelnd zwischen Beobachtungs- und Innenleben-Standort.

Es gehört zu einer Trilogie, die drei Frauenleben bzw. einen Ausschnitt daraus schildert. Gerne würde ich die anderen beiden auch noch lesen. Aber nur dieses gibt es (bisher) in deutscher Übersetzung (was ich mir gar nicht so leicht vorstelle). Originalsprache ist Katalanisch und fällt für mich raus. Ob ich mich an den Spanischen Versionen der anderen beiden versuche?





🐑




Dienstag, 16. Dezember 2025

Fatma Aydemir, Dschinns

Es ist ein emotionsgewaltiges Buch. 

Themen: Suche nach Zugehörigkeit und Identität. Familie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und geschildert. Allen gemeinsam: das Leid am Schweigen. 
Rollen im Leben, Rollen in der Familie, in den widersprüchlichen Gesellschaften. Einsamkeit. Verletzungen. Sprachlosigkeit. Schuld.

Viel steckt drin im Roman - angesiedelt Ende der Neunziger Jahre mit einigen Jahrzehnten an Rückblicken - um eine türkische bzw. kurdische Familie, die in unterschiedlichen Etappen als Gastarbeiter(angehörige) nach Deutschland migrierten.

Größtenteils glaubwürdig geschilderte Charaktere, größtenteils gut und spannend zu lesende Episoden.



🇩🇪 🇹🇷



Freitag, 12. Dezember 2025

Annie Ernaux, Das andere Mädchen

„Lieb bedeutete auch zärtlich, anschmiegsam, »amitieux«, wie man im Normannischen über Kinder und Hunde sagte, »verschmust«. Ich hingegen war im Umgang mit Erwachsenen distanziert, ich beobachtete sie und hörte ihnen zu, statt sie zu umarmen, also galt ich nicht als lieb. 
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Sechzig Jahre später stoße ich mich immer noch an dem Wort, versuche ich, seine Bedeutung in Bezug auf dich und auf sie zu entschlüsseln, dabei war sein Sinn damals unmissverständlich, und es veränderte von einem Moment auf den anderen meinen Platz in der Welt. Zwischen ihnen und mir stehst von nun an du, unsichtbar, angebetet. Ich muss dir weichen, werde an den Rand gedrängt. In den Schatten gedrängt, während du oben im ewigen Licht schwebst. Ich, die Unvergleichliche, das Einzelkind, werde verglichen“. — Ernaux, Annie. „¬Das¬ andere Mädchen.“ Suhrkamp Verlag, 2023, p. 13 


Dieses sehr kurze Buch bzw. dieser sehr lange Brief an eine nie kennengelernte Schwester der Literaturpreisträgerin Annie Ernaux las sich für mich angenehm und gewissermaßen geschmeidiger als ich es im Vorhinein vermutet hätte. Damit gestehe ich, dass ich mich  Literatur-NobelpreisträgerInnen jüngeren Datums jeweils mit einem gewissen Misstrauen nähere wegen der gelegentlichen Beobachtung, dass sie sich dem flüssigen Lesegenuss nicht selten auch entgegenstellen. 

Eine sehr distanziert-beobachtende und dennoch emotionale Betrachtungsweise, die Abstand wahrt. Angenehm fließend zu lesen, der zweifelsfrei bis in Kleinstigkeiten exakt beherrschte Sprachgebrauch trotz offensichtlich ebenfalls gekonnter Übersetzung aus dem Französischen nicht in Frage zu stellen. 

Ob ich weiteres von ihr lesen werde … bin ich mir trotzdem noch nicht sicher … denn ihr in den Werken vorherrschendes Thema „Familie“ (insb. „Auseinandersetzung  mit der Mutter“) gehört nicht zu dem, was bei mir sofort andockt. Das ist ja doch sehr individuell.


👼🏼

Sonntag, 7. Dezember 2025

Elina Penner, Die Unbußfertigen

Ein Roman literally krass smooth … also ich meine: savage, richtig slayed … eben next level!

In der Tat musste ich gelegentlich die einigen der Protagonisten in den Mund gelegten Trend- und Jugendwörter nachschlagen. Was aber Spaß gemacht hat. Und keine Sorge: die reden nicht alle und nicht die ganze Zeit so. 

Dass aber auch die Sprache den jeweiligen Handelnden absolut glaubhaft auf den literarischen oder digitalen Leib geschrieben ist, gehört zu den starken Seiten des Buches. Beim Lesen kommt kein Zweifel auf, dass die Autorin - Elina Penner -  weiß, wie Schreiben und dabei mit sprachlichen Mitteln auf mehreren Ebenen gekonnt  Spielen funktioniert. Ich bin beeindruckt.

Inhaltlich oft scharfsinnig, manchmal für meinen Geschmack auch ein bisschen drüber. So in Richtung kinda off oder mad cringe. Gehört aber eindeutig dazu, das auch Provokante dran.

Wie kam ich drauf? Ein Newsletter mit Vorab-Veröffentlichungsankündigungen und die Leseprobe nach der geweckten Neugierde. Sofort in der Münchner Onleihe nachgesehen, ob‘s dort schon zu haben ist. War nicht (inzwischen gibt‘s vier onleihe Exemplare und alle sind verliehen). In der Stadtbibliothek war in der Zentrale ein Exemplar schon vorbestellbar mit Lieferung an auch „meine“ übliche Zweigstelle (diesen BibliotheksService - kostet 1,25 € pro Buch - nutze ich häufiger). 

Noch steckte es bei meiner Vormerkung im Erfassungsprozess; als es vergangene Woche abholbereit war, stellte ich fest, dass ich eindeutig die erste Leserin desselben bin denn es war komplett ungelesen, das Lesebändel quasi druckereineu eingeklemmt. Inzwischen - auch das ist rausfindbar - gibt es sieben Vormerkungen darauf.

Nun, es liest sich rasant, macht Spaß, ist klug und gleichzeitig höchst unterhaltsam auch für eine, die außer diesem „Blogimperium“ hier (so hat es kürzlich Jörg genannt ;) mit Social Media, Influencertum und allem, was so dranhängt an Plattformen etc.  nicht allzu viel am PraxisHut hat. Die meisten der von mir gefundenen Rezensenten sehen es ähnlich. (Ich lese die oft erst im Nachhinein)..

Eine etwas relativierende und damit auch hier und da kritischere Stimme fand ich auch. Man muss dabei niemandem „Recht geben“ und ich bin mir nichtmal sicher, ob ich mir eine vollständige Meinung dazu gebildet habe. Ist mir aber wie gesagt nicht so wichtig. Ich bin lowkey obsessed. Weil‘s den vibe check bestanden hat und peak ist :o) Dass ich es als Hardcover gelesen habe … passte mega.

🛜