Montag, 27. April 2026
Mark Twain, Das Tagebuch von Adam und Eva
Sonntag, 26. April 2026
Marc Raabe, Die Dämmerung
Dass es sich bei diesem Thriller um den zweiten Teil einer Serie handelt, war mir beim Ausleihen nicht klar. Ist aber nicht schlimm denn er lässt sich auch ohne den ersten Teil zu kennen ohne Verlust lesen. Hier und da wird ein Kurzbezug auf den vorherigen Teil hergestellt, der für die Handlung dieses Krimis aber keine Bedeutung hat sondern lediglich die Beziehungen der Personen und einige von deren Hintergründen kurz rekapituliert.
Eindeutig einer der besseren Krimis. Spannend. Ziemlich verschachtelt; am Anfang musste ich immer mal wieder die handelnden Personen auf die Reihe bekommen bis sie halbwegs saßen. Manchmal muss man lesen und der Bezug wird erst später erklärt. Was aber aufgrund der gut aufgebauten Spannungsbögen mit auch wechselnden Perspektiven innerhalb der Kapitel kein Problem ist. Sprachlich nicht irgendwie überkandidelt sondern eher solide beherrscht in dramaturgischer und spielerischer Hinsicht. Die gelegentlichen Längen, die dem ineinander verwoben aufgebauten Handlungskomplex geschuldet waren, störten dadurch höchstens minimal.
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Samstag, 18. April 2026
Hauke Goos, Die Magie der Deutschen Sprache
- 50 literarische Glanzlichter von Kafka bis Loriot (Festeinband)
„Klare Gedanken, klare Sätze. Ob einer schreiben kann, zeigt sich vor allem dann, wenn es um komplexe, abstrakte Dinge geht; ein Erdbeben oder einen Schiffsuntergang schildern kann schließlich jeder. „
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„Ein Text ist ja immer beides, Form und Inhalt, Satzfolge und Satzmelodie - das, was er beschreibt und zugleich das, was er auslöst beim Leser.“
Sprache war und bleibt immer auch meine Lieblingsmusik. Wieder hinhören, sie anklingen und nachschwingen zu lassen, das Verweben von Lauten und Inhalten. Harmonie und Gleichklang, Dissonanz und Missklang erleben, genießen, sich daran reiben.
Hauke Goos mit seinem Buch hat die Lust darauf neu entfacht. Mich vom schnelllesigen Digital-Drübergehuschel zurückgebremst, Gehörgänge samt Hirnwindungen geputzt. So eine Art Hörgerät für abgestumpfte Lesenerven installiert. Seitdem tönen alte und neue Texte wieder viel deutlicher. Für‘s Lesen habe ich mir Zeit genommen, die Stellen aufgeteilt. Wenn viel um mich herum los war, damit pausiert und anderes eingeschoben.
Bei mir konkret haben gar nicht mal in erster Linie die im Buch vorgestellten Textausschnitte die Wirkung bestimmt. Manche davon fand ich super ausgesucht, mit anderen habe ich genauso gefremdelt wie mit der Deutung des Autoren. Mich hat es vielmehr bei manch anderen Texten animiert, genauer reinzuspüren, teilweise Altbeständen rauszukramen, dort alte und neue Perlen wahrzunehmen. Was für eine Bereicherung!
Freitag, 10. April 2026
Charlotte Link, Einsame Nacht
Komplexe Handlung auf beim eBook knapp 400 Seiten. Sauber konstruiert, klassische Krimi-Technik mit diversen Einbahnstraßen-Fehlspuren, möglichen Verdächtigen, wechselnden Spannungsbögen, Handlung-in-Handlung Strängen. Gibt‘s nix zu meckern. Mensch wird unterhalten und darf mit-mutmaßen.
Ab und zu kam ich bei den Frauenpersonen durcheinander. Wer war jetzt nochmal Deliah, Sue, Pamela, Anna …? Was mit großer Wahrscheinlichkeit auch den vielen Lese-Unterbrechungen und meiner manchmal huschigen Nebenbei-Lesetechnik geschuldet war. Denn die Charaktere sind insgesamt nicht übertrieben ausgemalt aber gut und sauber skizziert. Das Leitthema „Einsamkeit“ ebenfalls glaubwürdig und inhaltlich ansprechend in die Handlung verwoben.
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