Nachdem ich in den letzten Tagen gleich zwei Bücher irgendwo in der ersten Hälfte abgebrochen habe, habe ich mich entschlossen, sie zur besseren Merkbarkeit in einer Sammelliste, die dann jeweils von unten nach oben aktualisiert wird, zu notieren und dadurch hier auch samt Abbruchgrund vorzuzeigen. Sonst kann ich mir gerade diese AutorInnen gar nicht merken.
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Rowohlt Berlin Verlag, Berlin 2025
ISBN 9783737102377
Gebunden, 224 Seiten
Sehr wisschaftstheoretisch und sperrig zu lesen. Dadurch kam ich kaum dazu, den Inhalt (die Stoiker finde ich ein interessantes Thema) überhaupt aufzunehmen weil mein Hirn sich schlicht weigerte, die vor Trockenheit nur so staubende germanistisch-soziologische Altmännersprache (fand ich irgendwie - und alle gefundenen Rezensionen sind von Männern) mitzugehen. Es stieg nach jedem gelesenen Satz neu und entschiedener aus. Wird wohl nix mehr mit einem Studium im Alter. Ein Glück! Nicht viel liegt mir ferner. Tauge eher nicht als Bewohnerin eines Elfenbeinturms.
Bin aber zuversichtlich, dass meine restliche Lebensführung dennoch halbwegs zufriedenstellend gelingen wird 😊

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Klett-Cotta Verlag, Stuttgart 2025ISBN 9783608966886Gebunden, 192 Seiten
Dieses - wie es NDR Kultur nennt -
Psychodrama bzw. Duell ums Überleben hat es aus irgendwelchen mir selber nicht ganz klaren Gründen nicht geschafft, mich zu fesseln. Obwohl es mir im Grunde auch in keiner Weise sonderlich negativ aufgestoßen ist.
Es war schlicht - als Ausleihe der Stadtbibliothek schon in Maximalverlängerung - nie Hauptdarsteller. Mehrfach reingelesen, in Stückelungen bis ca. 1/4 gekommen, immer wieder reindenken müssen, von anderem Lesestoff überflügelt worden, ist nun die maximale Ausleihdauer erreicht und es muss morgen zurückgegeben werden.
Habe ich schnell noch punktuell reingelesen, ob es die Mühe wert ist, direkt nach Rückgabe um Neuausleihe anzuklopfen. Aber auch die zufällig angelesenen Seiten im hinteren Teil vermochten nicht, mich davon zu überzeugen.
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Erscheinungsdatum:13.05.2025
ISBN:9783499017407
Umfang:384 Seiten
Der Covertext klang vielversprechend. Und vermutlich taten auch das Coverbild samt Label „
SPIEGEL Bestseller“ ihre subtile Wirkung des Köderns.
Leider hielt es für mich nicht, was ich mir davon versprochen hatte. Selbst wenn man liest und auch glauben mag, dass es sich beim Gelesenen um sehr emotionale Ereignisse gehandelt hat, kommt das beim Lesen nicht oder kaum rüber.
Hinzu kommt, dass ich die Musikerin weder als Bandleaderin der Gruppe „
Jennifer Rostock“ noch als Solokünstlerin „
Yaenniver“ kannte und mich ihr Werdegang als solche nicht fesseln konnte. Sie betont es mehrfach, wie sehr die Bühne „ihr Ding“ ist. Mag sein. Kann ich nicht beurteilen. Das Schreiben ist es meiner Meinung nach eher nicht. Und ich neige nicht zum Groupie. Habe nach ca. 150 Seiten abgebrochen.

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Irgendein Rezensent hat geschrieben, es handele sich bei
Paul Bokowski um den
lustigsten Autoren Berlins. Da ich sonst keine lustigen Berliner Autoren kenne, kann ich das nicht wirklich beurteilen aber mein Humor wurde nicht wirklich getroffen.
Mag auch sein, dass es ein bisschen daran liegt, dass seine Geschichten sich schlicht durch die Jahre, die seit dem Erscheinen des Buches sind, überlebt haben. Witze über Mütter und andere ältere Leute, die *oh Schreck* plötzlich im Internet auftauchen, mögen einige noch vor einem Dutzend Jahren lustig gefunden haben; inzwischen ist es einfach nur noch „Fragezeichen“?
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Auch hier gilt: vermutlich reine Geschmackssache. Ich würde nie behaupten, dass irgendwas schlecht geschrieben wäre an den Geschichten. Vielleicht taugte mir auch in erster Linie das Hörbuch-Format nicht. Jedenfalls stellte ich irgendwann fest, dass ich mich beim Zuhören über die Inhalte langweile, ich die Episoden völlig belanglos finde. Oder sogar in ihrer Denkrichtung bzw. den Handlungsmustern nervig.
Es sind Geschichten aus dem Leben der Autorin, in denen sich ein sehr unterschiedliches Denken, eine andere Herangehensweise etc. zeigt als ich sie selber habe oder in vergleichbaren Situationen haben würde. Was ansich auch interessant oder sogar das Interessante an Geschichten sein könnte: das Andere. In diesem Fall hat‘s mich aber nicht gepackt und ich so ca. nach dem ersten Drittel aufgehört.
Immerhin war ich neugierig genug, mich auf der Webseite der Onleihe einzuloggen (was ich so gut wie nie tue), nur um nachzusehen, auf wie vielen Bewertungen die dortige fünf-Sterne-Bewertung basiert. Was man in der App nicht nachschauen kann, auf der Webseite aber schon. Es war exakt eine Bewertung ;)
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