Erstaunlich, dass sie so viele Rezensionen bekommen hat. Vermutlich ist Weihnachten schlicht ein dankbares Kurzgeschichtenthema und Rezensenten froh, wenn es auch mal etwas weniger verstaubt erzählt wird.
Auch als nicht-Biertrinkerin habe ich beim Lesen Lust bekommen, nach einigen Jahrzehnten ein zweites Mal nach Prag zu fahren. Am besten, wenn Schnee liegt. Dort die Kirche Maria Schnee zu besuchen und natürlich die Gaststätte „zum ausgeschossenen Auge“.
„Doch, in Prag passieren solche Dinge, hat schon meine Oma gesagt. Und heute ist auch noch Weihnachten.« Und dann wird auf Weihnachten angestoßen und auf den Karpfen in der Badewanne und auf die Kinder und auf die Enkelkinder und auf das Wohl und auf Sparta Prag und auf Slavia Prag und auf Bohemians Prag und auf die Liebe und auf das Glück und darauf, dass man sich in einem Jahr wieder an diesem Tisch in diesem Lokal trifft und nicht auf einem Friedhof, und wenn doch auf einem Friedhof, dann zumindest auf einem, wo es gut gezapftes Bier gibt, so wie hier.“ — Rudiš, Jaroslav. „Weihnachten in Prag.“ Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, 2023-08-16T08:04:30Z, p. 10


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