Samstag, 13. Juni 2026

Jean Hanff Korelitz, Die Nachzüglerin

Karl Blessing Verlag, München 2024
ISBN 9783896677655
Gebunden, 496 Seiten

Großartige Sprachgemälde mit mehr als einem doppelten Boden enthält dieses Familienepos einer hochgradig dysfunktionalen New Yorker Familie. 

Ein „ich sollte schlafen aber muss weiterlesen“-Roman.

KLAPPENTEXT:


Aus dem Amerikanischen von Sabine Lohmann. 
Von außen gesehen ist das Leben der wohlhabenden Familie Oppenheimer aus New York City eine Erfolgsgeschichte. Doch die Ehe von Salo und Johanna ist distanziert und von einem Unglück überschattet. Auch ihre Drillinge spüren keinerlei familiäre Bindung und können es kaum erwarten, einander zu entkommen. Als Harrison, Lewyn und Sally aufs College gehen, trifft Johanna die einsame Entscheidung, ein viertes Kind zu bekommen: die letzte, vor siebzehn Jahren eingefrorene Eizelle. Welche Rolle wird diese Nachzüglerin in der zerrissenen Familie spielen?


„Endlich, endlich blitzte ein kleiner Funke Realität durch das Kraftfeld ihrer störrischen Selbsttäuschung und bescherte ihr den ersten Anflug einer Erkenntnis: dass sie zwei Erwachsene plus drei gleichzeitig entstandene Kinder waren. Fünf Menschen unter einem Dach. Aber keine Familie. Und ihr Mann, dem sie während all der Jahre längst nicht genug Aufmerksamkeit geschenkt hatte, war ihnen allen unbemerkt entschlüpft und verschwunden. Nicht im physischen Sinne, obwohl sein physisches Selbst jeden Abend etwas später von der Arbeit heimkam, nach immer längeren Aufenthalten in dem Lagerhaus in Coney Island oder Red Bank oder wo immer es auch sein mochte – aber sein aufmerksames, zugewandtes, sein eigentliches Selbst, das wohnte mittlerweile ganz woanders.“ — Korelitz, Jean Hanff. „¬Die¬ Nachzüglerin.“ Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, p. 71


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