Montag, 13. Juli 2026

Monika Feth, Der Libellenflüsterer

Das schreibt der PenguinVerlag dazu: 

Jettes Freundin Merle ist Tierschützerin mit Leib und Seele. Als sie für einen Artikel zum Thema Tierquälerei recherchiert, wird sie mit einem Fall aus ihrer Vergangenheit konfrontiert: Ein Hund, den sie einst vermittelt hatte, starb wenige Wochen später auf grausame Weise. Der neue Besitzer wurde angeklagt und aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut und Merle kommt einem weit gefährlicheren Geheimnis auf die Spur…

Die fulminante Spiegel-Bestsellereihe von Monika Feth begeistert Millionen Leser:innen. Die Jette-Thriller sind nervenzermürbend, dramatisch und psychologisch brilliant erzählt. Atemberaubende Spannung der Extraklasse!


Taschenbuch, 528 Seiten,

Erschienen am 10.08.2015

ISBN: 978-3-570-30957-5


Auch auf  Krimi-Bewertungsportalen und bei Amazon sind die Bewertungen überwiegend positiv. Trotzdem kann ich mich dem nicht anschließen. Hier und da gibt es einigermaßen spannend konstruierte Abschnitte. Wenn aber auf den ersten hundert Seiten - und das ist der Fall - mehrere komplett voneinander getrennte Erzählstränge auch mit vielen Nebeninfos, die niemals wieder eine Rolle spielen, langatmig verfolgt und erst nach hundert Seiten irgendwie mühsam zusammengeführt - um nicht zu schreiben: mühsam zusammengeflickt - werden, dann ist das für mich in erster Linie zäh. 


Der Buchtitel recht nett … aber wo ist die Verbindung zum Text? Nicht vorhanden. Das Cover ist auch hübsch - ich glaube, es war der Grund für meine Ausleihe. Aber auch dazu: keinerlei Verbindung im Buch. Wurde da was vertauscht? 


Auch die Charaktere für mich nicht glaubwürdig sondern oft regelrecht widersprüchlich. Eben so, zwei Kapitel später total konträr. Für mich am nervigsten die endlosen Tiraden zu Tierschutzaktionen mit auch geschilderten Einzelfällen obwohl das Thema des Krimis (gibt‘s eins?) absolut nichts damit zu tun hat und auch die geschilderten Episoden absolut nullkommanull Rolle im Plot spielen.


Für mich kam beim Lesen das Gefühl auf, die Autorin hätte einfach mal alle Ideen, die sie für Bücher im Kopf hat - und da sind einige brauchbare dabei - in einen Topf geworfen, sich Szenen dazu ausgedacht und Personen (viel zu viele - man muss nicht nur viele Menschennamen, die keine Rolle spielen, unterbringen sondern auch noch uferlos viele Katzen- und Hundenamen, von denen einige tragende, andere überhaupt keine Rolle spielen … verwirrend) konstruiert, die jetzt mit aller Gewalt einen Platz im Buch finden sollten. Manche wurden wohl auch aus vorherigen Bänden der Reihe (die ich nicht gelesen habe) übernommen.Und nun irren sie rollenlos darin herum …


🙈

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