Samstag, 22. März 2025

Bernd Stelter, Wer älter wird, braucht Spaß am Leben

Das Buch hat mich beim Stöbern in der Onleihe angelacht. Versprach heitere Unterhaltung und damit die Gelegenheit, mal eben ein bisschen das Hirn durchzupusten. Lachen eben. Es war auch gerade verfügbar - also habe ich es ausgeliehen.

Hat‘s gehalten, was ich mir davon versprochen hatte? Für mich persönlich eher nicht. Wo andere RezensentInnen von „Tiefgang“ schreiben, sah ich Oberflächlichkeit und Binsenweisheiten. 

Nicht viel, was ich inhaltlich direkt als „passt nicht“ beurteilen würde. Aber noch weniger, das mich selber sonderlich ansprach. Auch mit der Art des „Humors“ konnte ich eher nix anfangen. Ehrlich gesagt fand ich es nichtmal lustig.

Das Gesicht des Autors kam mir beim Ausleihen zwar flüchtig bekannt vor aber ich wusste nicht, was der macht oder woher jemand ihn kennen könnte. Liegt wohl daran, dass mich auch zu dem, was er auf der Bühne beruflich macht, nichts hinzieht. Geschmäcker sind bekanntlich verschieden.

Natürlich habe ich mich auch zu weiteren Hintergründen von Bernd Stelter schlauer gemacht - zumal er im Buch ja auch letztlich in erster Linie sein Leben betrachtet und einen mitgucken lässt. Ich fand‘s größtenteils langweilig. Auch und gerade den Schreibstil. Hab‘ trotzdem - war leicht und ging schnell - komplett gelesen mit überflieg-Anteilen. Er scheint insgesamt ein ziemlich sympathischer Kerl zu sein.

Es sind Versuche, über einen Tellerrand zu gucken. Wobei der Autor - unter anderem auch, indem er „wir‘zt“ und „uns Deutsche“ oder „uns um die Sechzigjährigen“ in (s)einen Pott wirft bzw. zerrt (was ich hasse!) vor einem Teller hockt, der mit meinem - ausser dem Alter - nicht viel zu tun hat. Also auch von einer komplett anderen Wahrnehmungswelt ausgeht. Von der er Ratschläge zur Lebensgestaltung gibt - zuweilen ins Predigen verfällt, andere Gleichaltrige ein paar ebenso oberflächliche Zusatzweisheiten präsentieren lässt … 

Geschrieben wurde es in der Corona-Zeit, in der ja viele Bühnenmenschen plötzlich anfingen, die Zeit mit Schreiben über ihr Leben und Denken zu überbrücken. Ich habe schon einige der Ergebnisse davon in den Fingern gehabt und musste feststellen: selbst ansonsten gute AutorInnen wurden für mich plötzlich öde. Vielleicht sollte ich ihm nochmal eine Chance geben und mir einen Krimi von ihm vornehmen. Davon hat er einige geschrieben (sind mir bisher nie untergekommen).

Aber wie geschrieben: es scheint ein Bestseller geworden zu sein und  bekommt gute Besprechungen. Mein Geschmack tut dabei eher nichts zur Sache. Ich gucke ja auch kaum Glotze, RTL - wo Stelter offenbar häufiger zu sehen ist - existiert für mich nichtmal mehr in der Wahrnehmung,  so dass auch kein versehentliches Reinzappen stattfinden kann. Comedyshows finde ich fast durchgängig gruselig und nicht lustig. Dass ich damit nix anfangen kann, ist also wohl eher meinem „neben der Masse Ticken“ geschuldet. Denn so wirklich falsch finde ich die Sachen, die Stelter schreibt, ja gar nicht. Aber neu oder auch nur einen Hauch überraschend eben auch nicht. Siehe unten:



👵🏻



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