Samstag, 21. März 2026

Katharina Seiser, 30 Pflanzen pro Woche


224  Seiten
2025 1. Auflage
Brandstätter Verlag
978-3-7106-0863-6 (ISBN)

Beim Stöbern gesehen, inspiriert gefühlt und spontan ausgeliehen. Das Thema war mir irgendwann schon oberflächlich über den Weg bzw. einen Bildschirm gelaufen. Vielleicht HIER oder HIER … oder wo auch immer … fand ich es damals auch schon erstens überzeugend und zweitens interessant, mal durchzuzählen oder zumindest grob über den Daumen abzuschätzen, auf wie viele unterschiedliche Pflanzen ich so komme. 

Als ich dann feststellte, dass ich schon an vielen Einzeltagen zumindest in kräuterreichen Monaten die Zahl 30 relativ locker schaffe und gar nicht erst auf die Woche warten muss, hat mir das gereicht und ich das Thema nicht vertieft. 

Das Buch schön bunt, die Ernährung immer wieder und vermutlich lebenslang ein mal mehr, mal weniger bewusstes Thema im eigenen Leben, frische ich die Theorie immer gerne auf, erweitere sie um Nuancen, das Betrachten von Trends und Richtungen - mal mehr, mal weniger ansprechend oder überzeugend.

In diesem Fall um das Wissen, welche Pflanzen überhaupt und wie zu zählen sind: Getreidesorten nur wenn Vollkorn, jede Apfelsorte extra, Gewürze nur ab einer bestimmten Menge …. aber vor allem ohne sklavische Regeln und Blick auf das Minus sondern mit Fokus auf Freude und Bereicherung. Find‘ ich gut. Ein gutes Dutzend der Rezepte habe ich mir - weil nette Anregungen und überraschende Kombinationen dabei waren - auch rauskopiert. Das Darmmikrobiom wird behandelt, die Darm-Hirn-Achse … nichts, was jemand, der Ernährungsthemen im Blick hat, nicht schon gehört hätte.

Trotzdem auch hier durch die Auffrischung wieder ein bisschen neues und gerade im Frühling die Blickrichtung auf die sprießenden Kräuter gelenkt. Wobei ich auch vor der Lektüre längst frische Brennnesseln, Giersch, Löwenzahnsprösslinge, Pimpinelle, Bärlauch selbstverständlich auch, Schnittlauch und den über Winter und Frühling im Garten versprenkelt irgendwann aus bewusster Saat zum in Wildwuchs übergegangenen Feldsalat ins heimische Essen integriert hatte.

Die Vorratsschränke voller als ein zwei-Personen-Haushalt (in dem eine der Personen häufig gänzlich unterwegs ist und bei Anwesenheit an mehreren Wochentagen in der Kantine isst) mit nicht ausufernd vielen Besuchern vermuten ließe. Allein die Hülsenfruchtdichte … (immer muss ich mich beherrschen, die „fehlenden“ Sorten - in diesem Fall z. B. rote Linsen, Belugalinsen, dicke weiße Bohnen, Käferbohnen … - nicht sofort nachzukaufen und erstmal wieder die schon vorhandenen zu reduzieren ….)

Genauso bei den Körnern und Saaten (die noch geschlossenen Tüten mit Nüssen, Graupen etc. noch gar nicht mitgezählt …)


Weil - da wäre ich vorher gar nicht drauf gekommen - auch Vollkorngetreide, und zwar jede Sorte extra, mitzählen … besteht kein Zweifel am lockeren erreichen des Challenge-Ziels, würde ich sie denn bestreiten wollen. Selbst an Haferkurtagen (momentan seit fünf oder sechs Wochen? einmal wöchentlich eingebaut) komme ich bereits mit selbst geflocktem Vollkornhafer und einer Tiefkühl-Beerenmischung incl. Sauerkirschen auf fünf Pflanzen am Tag und habe das Gefühl, nicht wirklich was zu essen 😆

Ich verzichte auf Fotos meiner Getreide (die gab‘s früher schon irgendwo - momentan dürften es ca. 8 verschiedene Sorten in Bio(teils Demeter)-Qualität sein, die in einer neu erstandenen Luxus-Getreidemühle 😍 jeweils eigenhändig gemahlen werden), Gewürze, „seltsamen Inhalte meines Kühlschranks“ (womit der Zitierte insbesondere die Fermente ansprach) und Samensammlung, aus der hoffentlich bald schon wieder frische Petersilie, Koriandergrün, Kapuzinerkresse, Basilikum u. a. wachsen. Gemüse und Obst stammt zwar größtenteils aus Supermärkten und vom Wochenmarkt, das aber meistens in Bio-Varianten und mit Blick auch immer auf Inhaltsstoffe, Frische und große Vielfalt.

Doch wie dem auch sei: das Buch ist angenehm zu lesen, lenkt den Fokus auch auf Spaß und Vergnügen beim Kochen und Essen, erläutert den Zusammenhang zwischen naturnaher, abwechslungsreicher Ernährung ohne Hang zu Predigten, Absolutheitsansprüchen oder Missionierversuchen. Auch wird ansonsten auf keine spezielle Ernährungsform abgezielt sondern die ganze Buntheit der Ernährungswelt einbezogen. Liebevoll und wiederum bunt ausgesuchte schöne Rezepte.


🫚 🥦 🍠 🧄 🥑


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