Samstag, 12. September 2026

Sylvia Plath, Die Glasglocke

  • Frauenrollen, Depression, Bipolarität, Psychiatrien in den 50er Jahren 

Dieser stark autobiographische und einzige Roman von Sylvia Plath avancierte später zu einem „Kultbuch der Frauenbewegung“. Ob er das auch ohne den kurz nach seiner Veröffentlichung erfolgten Selbstmord der Autorin geworden wäre? Schwer zu sagen …

Es ist ein harter Stoff. Wirklich nahe lässt Romanfigur ihre Leser nicht an sich heran und trotzdem fühlt es sich gespenstisch direkt und greifbar an, was sie erlebt. Irgendwie psychedelisch, verwirrend und duster. 

Titel der Originalausgabe:The Bell Jar© 1963 Sylvia Plath   

Die Neuübersetzung von Reinhard Kaiser erschien erstmals 1997 als Band 1221der Bibliothek Suhrkamp eBook Suhrkamp Verlag Berlin 2013 

— Plath, Sylvia. „¬Die¬ Glasglocke.“ Suhrkamp Verlag, p. 5


„Vor 50 Jahren erschien die amerikanische Erstausgabe der »Glasglocke«, Sylvia Plath' einzigen Romans – vier Wochen später nahm sie sich das Leben. Ihr Roman avancierte bald zum Kultbuch, beschrieb es doch wie kein anderes zuvor die Stimmungslage junger Frauen, ihre Zerrissenheit angesichts gesellschaftlicher Anforderungen. »Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte«: Die neunzehnjährige Esther gewinnt eine vierwöchige Hospitanz bei einem Modemagazin in New York, garniert mit Partyeinladungen und Werbegeschenken. Doch Esther, bisher strebsame Studentin, kann sich weder in den Arbeitsalltag so recht einfinden noch die Verlockungen der Stadt genießen. Ihre Verzweiflung nimmt zu, als sie in die heimische Enge zurückkehrt, wo sie weitere Rückschläge einstecken muß. Ihre zunehmenden Depressionen führen sie schließlich nach einem Suizidversuch in die Psychiatrie, und erst ganz allmählich findet Esther aus der »Glasglocke« heraus, in die sie sich ständig eingeschlossen fühlt.   Sylvia Plath wurde 1932 in Boston geboren. 1963 erschien ihr autobiographisch gefärbter einziger Roman Die Glasglocke, einen Monat darauf nahm sie sich das Leben. Durch ihre Gedichtbände Colossus und Ariel wurde sie zur internationalen Ikone amerikanischer Dichtung“.

 — Plath, Sylvia. „¬Die¬ Glasglocke.“ Suhrkamp Verlag, p. 2


🪩


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen