Sonntag, 4. Oktober 2026

Wendy Syfret, Der fröhliche Nihilist

Fragen, die sich fast jeder irgendwann irgendwie stellt. Oder doch nicht jeder? Wendy Syfret schreibt über den Umgang damit und es ist okay, mal wieder ein bisschen mitzudenken und das eigene Denken und den eigenen Umgang mit den Sinnfragen, der  ja doch im Laufe eines Lebens ein paarmal die Tendenz verschiebt, nochmal Revue passieren zu lassen. Feststellen: es ist auch eine Alters-, Kultur- und Lebenssituation-bezogene Frage bzw. die persönliche Antwort darauf von diesen Faktoren mit abhängend.

Einbeziehung unterschiedlicher früherer philosophischer Betrachtungen, Gott, Liebe, Arbeit, Covid … alles ist drin. Manches hab‘ ich überflogen, manches interessant gefunden. Hab‘ ich so im Vorbeigehen mitgenommen und das kann man schon machen.

Autorin: Wendy Syfret (aus dem Englischen von Nikolaus Stingl)

Verlag: Goldmann Verlag 

Erscheinungsdatum: 18. Juli 2022

Seitenanzahl: 240 Seiten

ISBN-13: 978-3-442-17917-6


Klappentext:

Seit jeher suchen wir Menschen in unserem Dasein und Tun eine Bedeutung, doch gegenwärtig erleben wir einen regelrechten Sinnsucher-Boom, der in alle Lebensbereiche hineinwirkt und uns die Leichtigkeit raubt. Vom morgendlichen Kaffee bis zum Wochenendausflug wird jedes Ereignis optimiert – und das, obwohl es unterm Strich unerheblich ist, wie wir unseren Trendkaffee brühen oder ob wir lieber lesen statt Sport zu treiben. 

Wendy Syfret nimmt den Druck von uns. Mit viel Witz und Charme plädiert sie für eine nihilistische Geisteshaltung, die den Kult des Sinns ablehnt und unsere relative Bedeutungslosigkeit im Universum als positive Realität akzeptiert. Denn wenn das Leben keinen Sinn hat, können wir auch einfach glücklich und gut zueinander sein, oder?


Zwei Zitate noch, die für mich persönlich das Thema zentral erfassen:


„Leider befreit der Glaube, dass nichts von Bedeutung ist, uns nicht von der Notwendigkeit, am Austausch von Zeit, Geld und Energie teilzunehmen, was eine Gesellschaft erst zu einer solchen macht und nicht zu einem Gewirr von Philosophen, die frei herumlaufen und sich fragen, wer das Mittagessen kochen wird.“


„Wir machen die Frage nach dem Sinn unwahrscheinlich groß, um damit auszugleichen, wie unwahrscheinlich klein wir sind.“


🤷🏻‍♀️


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