Nicht bei allen Rezensenten gehen Katzen immer. Eine Rezension der FAZ gibt es, in der der Rezensent dieser kleinen autobiographischen Erzählung Monika Marons unterstellt, sie ginge weder als Novelle noch als sonstige Literatur durch.
Mir ist das egal denn bei mir geht „Die Katze“ durchaus durch. Nicht nur, weil es um den bedrohlichen Biss einer Katze geht sondern vor allem, weil ich die sehr unaufgeregte unterhaltsam-anschauliche Sprache der mir bis dahin unbekannten Autorin sehr mochte. Ich werde mir etwas längeres und anerkannt literarisches ;) von ihr auf die Wunschleseliste setzen.
Diese Unwissenheit hat für eine Schriftstellerin, die sich gerade auf dem Weg zu einer Lesung nach Budapest befindet, fatale Folgen.
Aus reiner Tierliebe hat die Autorin eine räudige Katze aus dem Straßengraben gerettet und aufgenommen. Wäre da nicht Bonnie, die Hündin, könnte das der Beginn einer wunderbaren Freundschaft sein. So aber kommt es zum handgreiflichen Eifersuchtsdrama zwischen den beiden Tieren, das der Schriftstellerin einen üblen Katzenbiss auf dem Arm beschert. Der wird zwar gleich desinfiziert, aber am nächsten Tag beginnt die Hand bedrohlich anzuschwellen und lässt sich nicht mehr bewegen. Da befindet sich die pflichtbewusste Schriftstellerin aber schon im Flieger nach Budapest zu einer Lesung. Was folgt, ist eine Sightseeingtour durch die Notaufnahmen Budapests - und nicht zuletzt ein dramatischer Kampf um Leben, Tod und die Autorenhand.
„Ich war glücklich. Die stumme Verständigung zwischen Menschen und Tieren macht mich immer glücklich, egal ob es Katzen, Hunde, Krähen oder Schafe sind.“ — Maron, Monika. „¬Die¬ Katze.“ HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH, p. 20
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