Dienstag, 8. September 2026

Alex Capus, Das kleine Haus am Sonnenhang

Eine kleine Philosophie der Gelassenheit und des stillen Glücks

Eine angenehm zu hörende, vom Autor Alex Capus selbst gelesene Erzählung über die frühe Zeit seiner Schriftstellerei. Seine über Jahre regelmäßigen Aufenthalte im kleinen piemontesischen Steinhaus. Geschehnisse, Gedanken, Veränderungen.

Manchmal leicht dahinplätschernd an der Oberfläche, dann wieder auch tiefgängig. Mehr humorig als ernst, mehr Leichtigkeit als Schwere.

Gelegentlich stellte ich fest, dass ich gedanklich abgeschweift war, hörte Stellen ein zweites und hier und da sogar ein drittes Mal und entdeckte genau in diesen Fällen kleine und große Perlen, die ich möglicherweise im einfachen Fluss überhört hätte. Es brachte mir Freude. Und erinnerte in Stil und Ausrichtung ein wenig an „Ein Haus für viele Sommer“ von Axel Hacke.

KLAPPENTEXT:


Eine kleine Philosophie der Gelassenheit und des stillen Glücks: Alex Capus erzählt eine persönliche Geschichte über die Liebe zur Literatur und ein Leben im Einklang mit sich selbst. - Es sind die neunziger Jahre in Italien. In den Kneipen wird geraucht, an den Tankstellen wird man bedient. Alex Capus bezieht ein einsam stehendes Steinhaus am Sonnenhang eines Weinbergs. Dort verbringt er viel Zeit mit seiner Freundin und Freunden, dort sucht er die Einsamkeit, um an seinem ersten Roman zu schreiben. Wie findet man Zufriedenheit im Leben? Warum stets eine neue Pizza ausprobieren, wenn doch die gewohnte Pizza Fiorentina völlig in Ordnung ist? Warum Jagd nach immer noch schöneren Stränden machen, wenn schon der erste Strand gut ist?


Carl Hanser Verlag, München 2024
ISBN 9783446279414
Gebunden, 160 Seiten
Hörbuch: 3h 53min 
Leser: Alex Capus

🏡 ☀️ 


2 Kommentare:

  1. Es ist schon eine Weile her, dass ich es gelesen habe, fand es aber irgendwie sehr beruhigend. Und es löste auch eine Art Sehnsucht in mir aus, allerdings bin ich mir nicht sicher wonach. An die Vergangenheit? An ruhige Zeiten, weit weg vom Alltag? Vielleicht sollte ich noch mal reinlesen oder es so wie du, als Hörbuch genießen.

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    1. Sehnsucht nach der Steille und Zufriedenheit vielleicht auch? Er schildert sich selber ja als personifizierte Beständigkeit. Dieses immer gleiche wollend, diese Dauerwiederholungen von Dingen, die niemals überraschen … Manchmal fand ich das Ruhige daran auch in Richtung „langweilig“ gehend. Bei mir ist es eher wie bei seiner Frau: immer genau das wollend, was ich noch NICHT kenne. Oft wissend, dass es vermutlich nicht annähernd so bezaubernd wird, wie das, was ich kenne und wieder haben könnte. Und doch ist da ein Teil, der wünscht, diese innere Unruhe NICHT zu haben und eben einfach nur so ohne alles zufrieden zu sein … Yin und Yang ..

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