Beeindruckendes Essay - tief berührend
Es fasst an, wie Daniel Schreiber das Thema Allein(samkeit) betrachtet: persönlich, offen, nah. Und doch mit kühler philosophisch-wissenschaftlicher Distanziertheit. Es regt beim Lesen an, selber in die Tiefe zu gehen und auch den eigenen schmerzlichen Facetten von Alleinsein, Einsamkeit, der Notwendigkeit, sich von Träumen und Illusionen zu verabschieden, nachzuspüren.
Ist nicht einseitig wertend, leuchtet klar auf auch gegensätzliche Aspekte. Differenzierend und letztlich die existenzielle, von Beziehungsstati unabhängige Form des Alleinseins erkennend und … akzeptierend …? Lässt vor allem dem Leser die Freiheit seiner eigenen Deutung und Betrachtung der Themen.
Ich hatte unglaublich viele Stellen des mehr zufällig im Vorbeigehen ausgeliehenen Buchs mit Papierfetzchen markiert, um sie später hier zitieren zu können. Mich aber dagegen entschieden. Eine dieser Stellen liest in diesem kurzen Video der Autor selber:
Erscheinungsdatum: 27.09.2021
160 Seiten
Hanser Berlin
Hardcover
ISBN 978-3-446-26792-3
Deutschland: 20,00 €
Österreich: 20,60 €
„Zu keiner Zeit haben so viele Menschen allein gelebt, und nie war elementarer zu spüren, wie brutal das selbstbestimmte Leben in Einsamkeit umschlagen kann. Aber kann man überhaupt glücklich sein allein? Und warum wird in einer Gesellschaft von Individualisten das Alleinleben als schambehaftetes Scheitern wahrgenommen?
Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir leben wollen.“
Im Rückgriff auf eigene Erfahrungen, philosophische und soziologische Ideen ergründet Daniel Schreiber das Spannungsverhältnis zwischen dem Wunsch nach Rückzug und Freiheit und dem nach Nähe, Liebe und Gemeinschaft. Dabei leuchtet er aus, welche Rolle Freundschaften in diesem Lebensmodell spielen: Können sie eine Antwort auf den Sinnverlust in einer krisenhaften Welt sein? Ein zutiefst erhellendes Buch über die Frage, wie wir leben wollen.“
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