Freitag, 30. Oktober 2026

Florian Aigner, Warum wir nicht durch Wände gehen, unsere Teilchen aber schon

ISBN:

978-3-7106-0689-2

Format: 13.5 x

21 cm

Seiten:

264

Brandstätter Verlag, Wien 2023

Auch wenn ich auf meine alten Tage nicht mehr zur Physik und auch nicht zu der der Quanten als Profession wechseln  und vermutlich auch weiterhin nichtmal wirklich die Basics kapieren werde, hat dieses Buch mir Zugewinn gebracht. Und wann kann man beim Lesen von Physikbüchern schon herzhaft lachen? Bei diesem relativ häufig!

Viele - fast alle - fachlich ins Detail gehende Passagen habe ich schlicht überflogen oder gänzlich übersprungen und mir die einprägsamen und heiteren Anekdoten rausgepickt  (Pauli-Effekt, die Bestätigung dafür, dass ich in Bezug auf Schrödingers Katze mit meiner Skepsis immer weitgehend richtig lag). Meiner Meinung nach eignet sich das Buch des promovierten Quantenphysikers Florian Aigner für weitgehende Quanten-Laien (und ich war immer und bin immer noch  DIE Physik-Niete schlechthin)  ebenso wie für die echten Kenner.


Klappentext:

„Die Welt der Quanten ist voller atemberaubender Geschichten und Ideen – von winzigen Teilchen, die sich an zwei verschiedenen Orten gleichzeitig befinden, von Katzen, die gleichzeitig lebendig und tot sind, von geheimnisvoller Teleportation.Gleichzeitig bestimmt Quantenphysik längst unseren Alltag: Laser, Mikrochips oder MRT-Bilder wären ohne Quantentheorie nicht möglich. 

Immer wieder heißt es: Quanten sind so kompliziert, dass sie höchstens von ein paar Wissenschaftsgenies verstanden werden können.

Stimmt nicht, beweist Wissenschaftserklärer und Quantenphysiker Florian Aigner in seinem neuen Buch!

Die Welt der Quanten kann jede*r verstehen, wenn wir aus unseren gewohnten Denkmustern ausbrechen. Wie das gelingt, zeigt der Bestsellerautor auf einem Trip in die erstaunliche Welt der kleinsten Teilchen – unterhaltsam, höchst erhellend und horizonterweiternd.

Jede*r kann Quanten verstehen – und damit die Welt!“

💭

Ich hatte einen Traum … nachdem ich vor dem Einschlafen in diesem Buch den Abschnitt über die Zeit gelesen hatte. Hier ist er - oder das, was ich daran beim Aufwachen noch erinnerte, denn beim sehr langsamen Aufwachen ließ sich der Trauminhalt nur noch als Gefühlsschwubbel und Restinhalt erahnen. Der Traum offenbarte sich nicht in Sprache mit Worten sondern als gefühlte Gewissheit:

Der Gewissheit, dass es außerhalb der dafür geschaffenen „Hirngefäße“ von Lebewesen keine Zeit gibt. Dass Zeit lediglich ein für die hiesigen Lebewesen existierendes Ablaufmuster innerhalb der eigenen Struktur ist und es sie schlicht übergreifend nicht gibt. Also auch kein „Jetzt“, kein „Ich“ oder „Du“. Kein Gestern, kein Morgen und somit immer nur kurze Manifestationen von … ja was … Energie? Wie auch immer unser Hirnmuster mit unseren Worten das nennt. 

Alles ist - genauso wie das uns umgebende Universum und alle anderen Universen darüber hinaus nicht nur winzigst. Es ist schlicht NICHTS. Wobei nichtmal „Nichts“ existiert, nichtmal das. Mein Traum hatte sozusagen die Zeit, die alles seit dem vermuteten Urknall daraus hat entstehen lassen, rückabgewickelt.

Ich wusste im Wachwerden, dass ich genau DAS NICHTS in ALLEM im Traum soeben erfahren und auch lückenlos bewiesen hatte. Letztlich hatte ich damit sogar die Annahme der Quantenphysik bewiesen und gleichzeitig widerlegt dass ein perfektes Nichts gar nicht möglich ist. 


Es fühlte sich … ein bisschen haltlos aber auch schwerelos an. Alleine in der Wüste oder am Südpol unter nächtlichem Sternenhimmel zu sitzen ist sicher ein verwandter Anklang für‘s Gefühl aber vergleichsweise so klein wie ein Staubkörnchen im Universum gegen das Gefühl dieses Traums. So war‘s. Hat nachgewirkt. Leider haben sich die  konkreten Beweisstücke - falls es sie gab und vermutlich gab es sie nicht weil im menschlichen Ausdrucksvermögen und in der Hirnfähigkeit keine Ausdrucksmöglichkeit dafür existiert -  im Wachsein wieder aufgelöst und sind ins nichtNichts entschwebt. Wird also auch nichts mit Nobelpreis.


Und obwohl ich nach dem an vielen Stellen mit physikalischem Wissensinhalt überhuschelten Lesen ganz sicher kein Fünkchen klüger in Sachen Physik oder gar Quantentheorie geworden bin, weiterhin alles, was sich meinen direkten Sinneswahrnehmungen entzieht nicht wirklich kapiere, war das Buch die mit Lesen verbrachte Zeit schon wegen dieses Traums mehr als wert.


ℏ

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen